AI-nativer Alltag
AI ist kein Werkzeug mehr. AI ist der Default. Du benutzt AI nicht wie du Strom nicht benutzt. Du machst das Licht an. Du denkst nicht darüber nach ob du Strom verwenden sollst. So ist das jetzt mit AI. Morgens aufstehen, Laptop auf, und die erste Frage ist nicht ob AI hilft, sondern wo du selbst eingreifst.
Ich merke das bei mir selbst. Ich starte Projekte die ich vor einem Jahr nicht angefangen hätte. Nicht weil ich mutiger bin, sondern weil die Kosten für den ersten Prototyp gegen null gehen. Eine Idee ausprobieren dauert einen Nachmittag, nicht drei Wochen. Das verändert wie ich über Risiko nachdenke. Wenn Scheitern billig ist, probierst du mehr aus. Vielleicht auch Dinge die du besser gelassen hättest.
Die interessante Frage ist nicht was AI kann. Das ändert sich jede Woche. Die interessante Frage ist was du anders machst weil AI existiert. Welche Projekte startest du die du vorher nicht gestartet hättest. Welche Aufgaben lässt du komplett weg. Welche Entscheidungen triffst du schneller weil du die Konsequenzen in Minuten statt Wochen sehen kannst.
Ich bin mir nicht sicher ob das nur gut ist. Schnellere Entscheidungen sind nicht automatisch bessere Entscheidungen. Manchmal war die Wartezeit der Teil der gefehlt hat. Das Nachdenken das passiert wenn du drei Tage auf ein Ergebnis wartest. Jetzt wartest du drei Sekunden. Was passiert mit dem Denken das in den drei Tagen stattgefunden hätte?