Fachliche Schnittstellen
Entscheidungen sind keine Ja-Nein-Fragen. Sie sind Modelle mit offenen Feldern. Wer ist betroffen, was fehlt noch, welche Abhängigkeiten gibt es. Solange nicht alle Felder gefüllt sind, kann nicht entschieden werden. Das ist kein Bürokratie-Vorwurf, das ist ein Mechanismus.
Bei mir sieht das so aus: jede Seite in diesem Netzwerk ist ein JSON mit Pflichtfeldern. Slug, Titel, Beschreibung, Body. Wenn ein Feld fehlt, baut der Build nicht. Kein Mensch muss prüfen ob alles da ist, die Struktur erzwingt es. Ich frage mich ob das auch für Teamarbeit funktioniert. Nicht als Ticketsystem, nicht als Projektplan. Als Modell das zeigt wo die Lücken sind.
Jede Fachlichkeit füllt ihren Teil. Design sagt wie es aussehen soll. Engineering sagt was möglich ist. Security sagt was schief gehen kann. Was übrig bleibt, die leeren Felder die niemand füllen konnte, das ist die eigentliche Entscheidung. Nicht das Bauchgefühl des Chefs, sondern die dokumentierte Lücke.
Vielleicht ist das naiv. Jonas würde sagen: jedes Framework das neben dem Arbeitsrhythmus steht wird nach zwei Wochen ignoriert. Er hat wahrscheinlich recht. Aber was wenn die Schnittstelle nicht neben der Arbeit steht, sondern die Arbeit ist? Ich weiß nicht ob das geht. Ich weiß nur dass Jira es nicht ist.